Chronik - Gesamtverein TSV Dodenau

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Die Schwarz Weiße Chronik


Die Dodenauer Jugend kam mit dem Fußball erstmals gegen Ende des ersten Weltkrieges direkt in Berührung. Die in der Turnhalle gefangenen englischen Soldaten spielten Fußball und die Dodenauer eiferten Ihnen nach. Gekickt wurde auf dem Mittelwehr, der Bleiche und dem Tuchrahmen. Oftmals gab es jedoch Ärger mit den Grundstückseigentümern. Die Spielerei war noch weit entfernt von jeder Ordnung, aber der „Bazillus Fußball“ hatte die Dodenauer infiziert und musste somit zwangsläufig akzeptiert werden. Daher blieb dem Turnverein keine andere Wahl als eine neue Fußballabteilung zu schaffen. Der Grundstein war gelegt.

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Die erste Sportkleidung war noch sehr spartanisch. Angezogen wurden damals eine Turnhose, ein Unterhemd sowie Wollstrümpfe. An Fußballschuhe war zum damaligen Zeitpunkt nicht zu denken, also mussten Arbeitsschuhe diese Aufgabe erfüllen. Ebenso stellte die Beschaffung von Fußbällen ein großes Problem dar. Dem ersten Fußball, wer ihn beschafft hat, ist leider niemandem mehr bekannt, ging nach einer wilden Kickerei auf der Bleiche die Luft aus. Die kaputte Blase wurde daraufhin durch eine Schweinsblase ersetzt und Sportkamerad Richard Reitz wurde dazu auserkoren sie aufzublasen. Dass der Ball anschließend eierte und unberechenbar aufsprang störte die Fußballer nicht besonders, sie wollten einfach nur spielen.

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Unsere Abteilung, damals noch Sportabteilung genannt,  wurde offiziell am 02.12.1923 ins Leben gerufen und dem Turnverein untergliedert. Der erste Abteilungsleiter war Heinrich Dönch. In der Gründungsversammlung wurde auch über das Anlegen eines Sportplatzes diskutiert, die Abteilung brauchte ein Zuhause. Die Gemeinde wurde daraufhin gebeten, ein geeignetes Grundstück zur Verfügung zur stellen. Da jedoch weder der Turnverein noch die Gemeinde dieses Problem ernsthaft anpackten, gab es immer wieder Streitigkeiten zwischen dem Turnverein und seiner Sportabteilung. Diese Reibereien gipfelten nachher darin, dass seit dem Frühjahr 1925 beide Seite getrennte Wege gingen. Die Sportabteilung machte sich selbständig und nannte sich von nun an Sportverein 1925 Dodenau. Dessen erster Vorsitzender wurde Emil Noll. Der neue Vorstand ging die Problematik Sportplatz sofort energisch an. Die Fußballer hatten es satt, immer nur auswärts zu spielen oder sich durch die Bauern von den Wiesen verjagen zu lassen. Schließlich stellte die Gemeinde nach zähem Ringen ein Grundstück zur Verfügung. Die Freude hierüber hielt sich in Grenzen, denn es war keines der vorgeschlagenen Grundstücke auf dem Mittelwehr  oder dem Hachen – es war der Hardtbuckel. Aber auch von diesem Problem ließen sich die Kicker nicht unterkriegen und stellten in zwei Jahren den fortan gefürchteten Dodenauer Berg her. Im Jahre 1927 konnte nun endlich ungestört Fußball gespielt werden.

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Unsere Vereinsfarben schwarz und weiß tragen wir seit 1924 mit Stolz. Auslöser für die Wahl dieser Farben war ein Freundschaftsspiel im selbigen Jahr gegen eine Mannschaft aus Gevelsberg. Die Dodenauer Fußballer waren so begeistert von deren Spielkleidung, dass sie sich umgehend die gleiche Garnitur anschafften.

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Die ersten fußballerischen Erfolge wurden in 1925 gefeiert. Beim Pokalturnier in Reddighausen verließ unsere Elf das Feld als Sieger, in Battenberg reichte es immerhin noch für einen zweiten Platz. Zu den Spielen reisten die Kicker entweder zu Fuß an oder bei längeren Strecken musste das Fahrrad herhalten. Auch wenn dann diejenigen, die kein Fahrrad besaßen, auf der Lenkstange mitgenommen werden mussten. Not macht eben erfinderisch. Unter anderem wurden so die weiten Strecken nach Erndtebrück oder in die Bunstruth zurückgelegt. Damals wurde die Kameradschaft der Fußballer nicht nur groß geschrieben, sondern auch gelebt. Einer half dem anderen.

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Leider lässt sich über die Zeit von 1925 bis 1932 recht wenig sagen, da vom ehemaligen Sportverein kaum noch Unterlagen vorhanden sind. Die Mannschaft nahm an vielen Pokalturnieren teil und trug Freundschaftsspiele aus.

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In der Zeit zwischen 1927 und 1933 wurde versucht, den Turnverein 1908 und den Sportverein 1925 wieder zusammenzuschließen. 1933 gelang endlich die Wiedervereinigung. Eine neue, mit dem Sportverein gemeinsam erarbeitete Satzung wurde auf einer außerordentlichen Generalversammlung des Turnvereins mit Mehrheit angenommen. Hier ein kleiner Auszug aus dem damaligen Protokoll:

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Bei der nun folgenden Abstimmung wurden 13 Stimmen für und 6 gegen den Zusammenschluss abgegeben. Somit war der Antrag angenommen. Der Verein begab sich hierauf geschlossen zur Gründerversammlung des neuen Turn- und Sportvereins Dodenau 08 e.V. in den Saal der Gastwirtschaft Glöser. Gegen 22 Uhr, am 28. Februar 1933, eröffnete Emil Noll die Gründungsversammlung und folgender Vorstand wurde gewählt:
1. Vorsitzender:             Emil
Noll
2. Vorsitzender:             
Karl Becker
Schriftführer:                 Ernst Specht
Kassenführer:              
Karl Glöser
Turnwart:                     
Karl Specht
Volksturnwart:               Karl Klein
Spielwart:                     Jakob Schäfer
Zeugwart:                     Richard Schäfer
Beisitzer:                      Otto Müller

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Am 10.05.1936 gewannen unsere Jungs das Pokalturnier in Battenfeld. Anschließend verhinderte der Krieg weitere Erfolge. Unsere Mannschaft konnte ab Sommer 1936 nicht mehr regelmäßig an den Verbandsrunden teilnehmen, da viele der Fußballer zur Wehrmacht eingezogen wurden. Trotz all dieser Schwierigkeiten konnten die Dodenauer im Kriegsjahr 1942 einen Meistertitel feiern.
Nach den Kriegswirren rollte der Ball ab 1946 wieder regelmäßig. Dies allerdings schon einige Zeit vor der offiziellen Bestätigung des Vereins durch die Behörden der Besatzungsmacht. Kaum wurde wieder gespielt, lag auch schon die erste Beschwerde vor. Ein Anlieger des Sportplatzes informierte das Landratsamt über die durch die Fußballer verschuldeten Ernteschäden. So kam es, dass der Landrat offenkundig mit dem Gedanken spielte, die Vereinszulassung zu verbieten. Eine Kopie dieses Beschwerdeschreibens befindet sich in den Vereinsakten. Das Unheil konnte jedoch verhindert werden und von da an ging es mit der Fußballabteilung stetig bergauf. Anlässlich des 1. Dodenauer Maifestes wurde ein Pokalturnier durchgeführt. Im selben Jahr wurde die Mannschaft ohne einen einzigen Punktverlust ungeschlagener Herbstmeister. Das letzte Spiel der Vorrunde wurde in Röddenau mit 3 zu 2 gewonnen und anschließend folgte ein Festzug mit der Feuerwehrkapelle durch Röddenau. Im weiteren Verlauf der Runde stand nicht immer das Glück auf der Seite der Schwarz-Weißen. Eine unangenehme Kollision mit einem Schiedsrichter führte zu einer dreimonatigen Platzsperre. Eine bittere Pille für die Fußballer im Jahr 1950.

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Im Jahre 1954 erhielten wir von der Betriebssportgruppe BSG Leipzig eine Einladung zu einem Freundschaftsspiel.

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Zwischen 1950 und 1961 spielten unsere Fußballer kontinuierlich in der A-Klasse. In diesen Jahren waren die Spiele gegen Frankenberg und unsere Nachbarn aus Battenberg sowie Reddighausen die Höhepunkte. Auch wenn es sicherlich nicht gern am Lehmberg gehört wird, in 1957 bewahrte man den SV Reddighausen vor dem Abstieg in die B-Klasse, indem man den blau-gelben Nachbarn auf dem Dodenauer Berg gewinnen ließ. Das Jahr 1961 war sowohl für die erste Garnitur der Abteilung als auch für unsere Reserve ein äußerst erfolgreiches Jahr. Beide Mannschaften konnten sich den Meistertitel sichern. Die erste Mannschaft stieg somit in die Bezirksliga auf.

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Da jedoch der Sportplatz saniert wurde, mussten die Heimspiele in Reddighausen ausgetragen werden. Dies war ein Grund dafür, dass der Klassenerhalt nicht geschafft werden konnte. Jedoch unvergessen ist aus dieser Saison das Spiel gegen den SV Allendorf. Zur Halbzeit lag unsere Elf noch 1 zu 3 zurück. Am Ende hieß es dann 7 zu 4 für Dodenau. Einige Spieler nahmen den Abstieg zum Anlass ihre Fußballschuhe an den Nagel zu hängen, andere verließen den Verein. Die Mannschaft konnte diesen Aderlass nicht verkraften und musste den direkten Durchmarsch in die B-Klasse antreten. Die Reservemannschaft hielt jedoch die Fahne hoch und wurde Reservemeister. Es dauerte nun bis 1966, ehe der Wiederaufstieg realisiert werden konnte. In den folgenden Jahren konnte unsere Mannschaft sich immer auf den vorderen Tabellenplätzen festsetzen, auch wenn die erneute Meisterschaft in der A-Klasse erst in der Spielzeit 1971/72 gefeiert werden konnte. Lange Zeit war die Erste souveräner Spitzenreiter der Tabelle gewesen, jedoch zeigte sie gegen Ende dieser Runde Nerven.  Dadurch gelang es der Mannschaft von Erdhausen mit dem TSV gleichzuziehen. Das letzte Spiel der Runde sollte, anscheinend vom Schicksal so bestimmt, in Erdhausen stattfinden. Beide Mannschaften hatten 47:15 Punkte. Unsere Elf zeigte Moral und siegte bei wolkenbruchartigem Regen mit 4 zu 1 beim Konkurrenten. Der Aufstieg war geschafft.

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Aber auch im folgenden Jahr war das Abenteuer Bezirksklasse nur von einjähriger Dauer. Die Runde 72/73 endete sehr unglücklich, wir wurden nur Zweiter. Die Enttäuschung war sehr groß. Wieder verließen einige Spieler den Verein oder hörten auf, die Leistungen ließen nach. Der Abstieg in die B-Klasse ereilte unsere Elf dann im Jahr 1978. Dieses Mal misslang der direkte Wiederaufstieg, Rennertehausen hatte einen Punkt mehr. Im Jahr darauf ging es erneut äußerst knapp zu an der Tabellenspitze der B-Klasse. Sowohl der TSV Eifa als auch unsere Elf teilten sich punktgleich den Platz an der Sonne. Die Entscheidung über den Aufstieg sollte ein Entscheidungsspiel in Battenberg bringen. Bevor die Partie überhaupt begann, hatten wir schon Pech. Torwart Klaus Becker verstauchte sich bereits beim Warmmachen den Finger und musste ins Krankenhaus. Für ihn stand Altmeister Klaus Halama zwischen den Pfosten. Eine für heutige Verhältnisse unglaubliche Zuschauermenge, nämlich 900 (!) Fußballbegeisterte, sahen ein spannendes Spiel. Es wurde in der Verlängerung mit 2 zu 0 gewonnen. Die bessere Kondition hatte den Ausschlag gegeben. Maßgeblichen Anteil an diesem Erfolg hatte der damalige Trainer Josef Payer. In der Saison 1980/81, ohne einen Trainer, mussten wir wieder einmal um den Klassenerhalt bangen, es reichte jedoch noch gerade soeben. Doch auch in der folgenden Saison sah sich unsere Mannschaft meist nur am Tabellenende.

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Seit Oktober 1982 wurde dann unter der Leitung von Manfred Glöser wieder trainiert, doch der Abstieg konnte nicht mehr vermieden werden. Der Aufstieg ließ allerdings nicht lange auf sich warten, im folgenden Jahr ging es wieder zurück in die A-Klasse. Ein 13. Platz reichte unserer Elf im Jahr 1984 jedoch nicht zum Klassenerhalt. Wieder musste ein Entscheidungsspiel über das Schicksal unserer Mannschaft den Ausschlag geben. Diesmal hatte der Gegner das bessere Ende für sich, unsere Mannschaft unterlag Simtshausen und spielte fortan mehrere Jahre wieder in der untersten Spielklasse. Erst fünf Jahre später sahen die Zuschauer wieder A-Klassen-Fußball auf dem Dodenauer Berg. Im Laufe dieser Jahre fand die Dodenauer Elf wieder zurück zu ihrer ehemals gelobten Kameradschaft.

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Im Jahr 1996/97 wurde diese Entwicklung mit Erfolg gekrönt. Anderthalb Jahre zuvor noch als sicherer Abstiegskanditat gehandelt, gelang der Mannschaft unter Leitung von Trainer Jürgen Otterbach in der Spielzeit 96/97 am letzten Spieltag der für alle überraschende Aufstieg in die Bezirksklasse Marburg/Frankenberg. Totgesagte leben eben doch länger.

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Allerdings fügte sich die Elf nahtlos in die Tradition der Dodenauer Mannschaften ein. Der geballten Marburger Finanzkraft konnte unsere Elf nur selten etwas entgegensetzen und musste nach einem Jahr wieder den Fahrstuhl eine Klasse tiefen nutzen.

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Doch auch jetzt ereilte uns das Schicksal, dass altgediente Akteure ihre Karriere beendeten. Allerdings dauerte es nur drei Jahre bis der erneute Aufstieg perfekt war. Trainer Peter Wind konnte eine vom Teamgeist geprägte Elf vorzeitig zum Aufstieg führen. Doch auch ihm war es nicht vergönnt, dass Dodenauer Bezirksliga-Trauma zu besiegen.

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Nach und nach wurde für alle deutlich sichtbar, dass man es versäumt hatte, die notwendige Jungendarbeit weiterzuführen. Talentierte Jugendspieler schlossen sich auch im Seniorenbereich anderen Vereinen an, die Spielerdecke des TSV wurde zusehends dünner. Negativer Schlussstrich war der erneute Abstieg in die B-Klasse im Sommer 2005.

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Pünktlich im Jubiläumsjahr 2008 kehrte die 1. Mannschaft erfolgreich in die A-Klasse zurück. In einer jungen Mannschaft stachen besonders die Routiniers Christian Köster mit 43 Toren sowie Franco Giua mit 34 Treffern heraus. Da in den vergangenen Jahren nun wieder auf die Jugend gesetzt wurde, war die Hoffnung auf eine erfolgreiche Zukunft groß. Doch auch hier unterlag man wieder einem Trugbild. Die Voraussetzungen für den angestrebten Klassenerhalt in der A-Liga im folgenden Jahr waren so gut wie selten zuvor mit nur einem direkten Absteiger. Jedoch ließ die Mannschaft unter Trainer Mannweiler immer wieder den Willen und die Bereitschaft vermissen und war gezwungen mit nur neun Zählern den bitteren Weg zurück in die B-Klasse anzutreten. Sinnbildlich für die Saison war das Auftreten der Mannschaft im entscheidenden Auswärtsspiel in Schönstadt wo sich die Elf trotz der Unterstützung der zahlreich u.a. mit einem Bus angereisten Fans hängen ließ und mit 0:3 die Heimreise antrat. Am Ende der Saison war der Relegationsplatz nur einen Zähler entfernt…

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Die folgende B-Liga-Saison brachte weitere Ernüchterung mit sich. Mehrfach konnte das Training nicht stattfinden, da viele der jungen Spieler keine Notwendigkeit darin sahen zu trainieren, andere Hobbies oder sogar Lustlosigkeit rückten in den Vordergrund. Mehrfache Aussprachen mit Trainer, Spielern und Vorstand brachten keine Besserung, so dass der Vorstand im Winter 2010 die Reißleine zog und sich von Trainer Marco Mannweiler trennte. Einige der Spieler nahmen dies zum Anlass den Verein zu verlassen. Somit stand die Aufgabe des neuen Trainers Alexander Sassor unter keinem guten Stern, da immer wieder weitere junge Spieler den Verein verließen und man zur Rückrunde der Saison 2010/2011 gar die 2. Mannschaft zurückziehen musste.

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Erst mit Beginn der Saison 2011/2012 war wieder ein Aufschwung zu erkennen. Mit Erdal Kilic konnte zu Beginn der Runde ein junger Trainer mit Ambitionen verpflichtet werden, der auch das Umfeld im Verein bestens kannte. Schnürte er doch bereits in früheren Jahren die Fußballschuhe für den TSV. Allerdings waren die Voraussetzungen nach dem Aderlass der vergangenen Jahre äußerst schlecht. Ohne Ergebnisdruck nahm Kilic seine Arbeit auf und brachte der verbliebenen Spielern wieder den Spaß am Fußball zurück. Auch wenn die Ergebnisse nicht immer positiv waren, merkte man im Umfeld, dass das Auftreten der sehr jungen Elf honoriert wurde.

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Im Fußballjahr 2012 konnte bedingt durch die Abmeldung der AS Union Burgwald wieder eine zweite Mannschaft gemeldet werden, da sich einige der dortigen Spieler unserem TSV anschlossen, dem Spielbetrieb jedoch nach kurzer Zeit wieder fernblieben. Auch sollte der Stimmungsaufschwung nicht den gewünschten Effekt bzw. Erfolg bringen. Während sich unsere Zweite oft in Unterzahl Punkte erkämpfte und auch trotz deutlicher Niederlagen immer wieder geschlossen auftrat, folgte bei der ersten Mannschaft die Ernüchterung. Mit gerade einmal 16 Punkten aus 30 Spielen und einem Torverhältnis von 25:107 musste in der längjährigen Geschichte des Dodenauer Fußballs erstmals der Gang in die niederste Klasse, die C-Klasse, angetreten werden. Der bis dato traurigste Tiefpunkt war erreicht.

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Durch den Abstieg in die C-Klasse konnten erneut keine neuen Spieler verpflichtet werden, die man noch in den Wochen zuvor hoffnungsvoll erwartet hatte. So ging man mit dem nahezu unveränderten Stamm der Abstiegssaison in die neue Spielzeit.


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Allerdings kam es in dieser Saison zu einem Novum im Fussballkreis Frankenberg. Zum ersten Mal spielten sowohl die erste als auch die zweite Mannschaft eines Vereines in derselben Liga. Am neunten Spieltag kam es zum ersten Aufeinandertreffen unserer beiden Teams. Nach hartem Kampf behielt die Erste die Oberhand und siegte mit 2:0.


Der weitere Verlauf der Saison 2013/14 hielt aber auch wieder Enttäuschungen für den TSV bereit. Bis zum Ende der Hinrunde lief alles nach Plan, die Erste war voll auf Kurs Richtung direktem Wiederaufstieg. Allerdings setzte es in den Spielen gegen die Mitkonkurrenten aus Haina-Bunstruth, Geismar und Battenhausen empfindliche sowie in Simtshausen überflüssige Niederlagen. Vier Spieltage vor Rundenschluss hatte der TSV einen Rückstand von vier Punkten auf Tabellenführer Haina-Bunstruth II. Es drohte die Relegation gegen den Vorletzten der B-Klasse.

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Da sich beide Teams in den verbleibenden Spielen keine Blöße mehr gaben, musste unsere Mannschaft nach 1979 erneut wieder den Umgang über die Relegation gehen, um den Sprung zurück in die B-Klasse zu schaffen. Gegner in den beiden Relegationsspielen war die zweite Mannschaft des SV Ellershausen. Unsere Elf erwischte, unter der lautstarken Unterstützung der zahlreichen angereisten Dodenauer Fans, einen denkbar ungünstigen Start und lag nach einer nicht unhaltbaren Bogenlampe aus der generischen Hälfte heraus mit eins zu null im Hintertreffen. Doch der Rückstand wirkte sich belebend aus auf die junge Elf. Nach einem wunderschönen direkt verwandelten Freistoß von Torjäger Lars Hogen ging es mit einem Unentschieden in die Pause. Im Verlaufe der Partie wurden jedoch mehrfach gute Möglichkeiten nicht zu Ende gespielt oder man haderte mit dem Pech wie bei einem Pfostentreffer. Wer vorne seine Chancen nicht nutzt, darf sich nicht beklagen wenn es hinten rappelt. So kam es wie es kommen musste, nach einer Ecke sah die Hintermannschaft erneut schlecht aus und kassierte das unnötige 1:2. Da sich an dem Ergebnis bis zum Schlusspfiff nichts mehr änderte, ging unsere Erste mit einer Niederlage als Hypothek in das entscheidende Rückspiel auf dem Dodenauer Berg.

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Im Rückspiel wurde deutlich wozu die Mannschaft im Stande ist. Von Beginn an riss man das Ruder an sich und zeigte dem Gegner seine Grenzen auf. Seit langem wurde auch mal wieder der Berg zur gefürchteten Waffe. Bei herrlichstem Fußballwetter und erneut lautstarker Unterstützung wurde das Ergebnis aus dem Hinspiel gedreht und der direkte Wiederaufstieg in die B-Klasse mit einem 2-0 Erfolg doch noch perfekt gemacht. Beide Treffer erzielte unser Spielertrainer Erdal Kilic. Nach vielen Jahren gab es endlich wieder ein Grund zu feiern für den TSV.

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Die Saison 2014/2015 wurde ohne große personelle Veränderungen in Angriff genommen. Das Ziel war der frühzeitige Klassenerhalt. Aber auch diesmal übertrafen die Jungs die gesteckten Ziele und kamen zum Rundenende als Sechster ins Ziel, punktgleich mit dem Tabellenvierten. Unsere Zweite erkämpfte sich darüber hinaus einen respektablen 10. Platz in der Kreisliga C.

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Große Veränderungen standen jedoch in der Folgesaison 2015/2016 an. Spielertrainer Kilic trat aus beruflichen Gründen von seinem Posten zurück. Die Suche nach einem Nachfolger gestaltete sich aber sehr viel günstiger als noch in den Jahren zuvor. So konnte im Mai 2015 mit Peter Thomas sowie dessen Sohn Marco diesmal ein Trainerduo verpflichtet werden. Peter Thomas zeigte bisher in seinen vorherigen Stationen, dass er durchaus in der Lage ist immer wieder ein paar Prozent mehr aus den Spielern herauszuholen.



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Doch nach der sehr guten Debutsaison in der Kreisliga B, sollte sich der erhoffte Erfolg nicht sofort einstellen. Schloss unsere Elf im ersten Jahr unter der „Thomas-Regierung“ noch mit 44 Punkten und einem Torverhältnis von 48:40 auf Platz 6 ab, beendete man die Saison 2016/2017 nur auf Platz 8 mit 33 Punkten und einem negativen Torverhältnis. Allerdings musste man in den vorangegangen Jahren wie so oft Dodenauer Eigengewächse ziehen lassen. Speziell in der SG Laisa/Berghofen fand man hier einen regen Abnehmer. So fiel u.a. auch schon mal der Spruch, dass sich unser Abteilungsleiter ebenfalls der SG anschließen könne, da er dort mehr Dodenauer Fußballer vorfinden würde. Traurig, aber wahr. Doch um die Worte von Jürgen Klopp aufzufassen: Niemand ist größer als der Verein. Und der TSV wäre nicht der TSV wenn er sich durch solche Probleme aufhalten lassen würde. Es rücken immer neue Gesichter nach, wie auch zur neuen Saison. Und ganz gemächlich schleicht sich die Mannschaft an die Spitzengruppe der Kreisliga B heran.

Wer weiß, sollten die Zweitvertretungen am Rundenende noch vor uns stehen (wie z.B. der TSV Gemünden II oder Rennertehausen/Battenfeld II) und somit nicht in die Kreisliga A aufsteigen können…





Schwarz und weiß das sind die Farben
die uns voraus gehen!

Drum ihr lieben Fußballspieler
haltet euer Wort:

Haltet euren Club in Ehren,
dass er blühe fort und fort!


 
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